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Sich für das einsetzen, was wirklich wichtig ist

In unserer Hauptverwaltungssitzung im Februar haben wir als Landesverband wieder sehr früh unsere Landtagseingabe für den Doppelhaushalt 2021/2022 verabschiedet und auf den Weg gebracht. Dann kam die Corona-Krise und vieles wurde anders. Die Fraktionen von CSU und FW haben uns sehr schnell Gesprächsangebote unterbreitet, die dann allerdings in gemeinsamer Abstimmung bis auf Weiteres vertagt wurden.

Unser Delegiertentag im Juni in Regensburg musste, ebenso wie die Präsidiumssitzung des BDR im April in Berlin, abgesagt werden. Ob der Deutsche Rechtspflegertag im September in Berlin stattfinden kann, bleibt abzuwarten.

Die aktuelle Krise wird einiges verändern: gesellschaftlich, wirtschaftlich und möglicherweise bei jedem Einzelnen von uns. Die Sicht auf viele Dinge wird eine andere werden. Dies wird auch in der Verbandsarbeit spürbar sein. Die fetten Jahre sind vorbei, nun kommen die mageren. Stimmen wir uns darauf ein!

Die letzten Haushalte haben uns personell geholfen. Erste positive Auswirkungen werden spürbar sein, wenn die nächsten Prüfungsjahrgänge in die Praxis gehen. Auch in der Zukunft wird gelten: Leistung muss sich lohnen und die Arbeit muss leistbar sein.

Bisherige Verbandsforderungen, wie eine effizientere Verfahrensgestaltung, u.a. durch Wegfall von Doppelzuständigkeiten, sowie eine ideenoffene Aufgabenkritik werden stärker in den Vordergrund rücken. Der Staat wird künftig nicht mehr alle Aufgaben übernehmen können. Denkbar ist in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass frühere Privatisierungsgedanken wieder aus der Schublade geholt werden.

Die Krise hat uns gezeigt, dass eine fortschreitende Digitalisierung für eine umfängliche Aufgabenerfüllung sehr wichtig ist. Neben dem Personal wird hierzu auch das notwendige Geld fehlen. Eine Priorisierung der Ausgabenposten wird deshalb viel stärker als bisher erfolgen.

Die Anstrengungen werden zahlreich, dies gilt genauso für die Verbandsarbeit.

Es ist deshalb wichtig Schwerpunkte zu setzen, sich einzusetzen für die Kolleginnen und Kollegen um vor allem beste Arbeitsbedingungen zu erreichen und als öffentlicher Dienst attraktiv für junge Leute zu sein.

Derzeit stehen wir erst am Anfang eines Veränderungsprozesses, der optimistisch und kreativ zu gestalten ist.