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Angesichts der laufenden Verhandlungen zum Haushalt des Freistaates Bayern für die Jahre 2011 und 2012 appelliert der Verband Bayerischer Rechtspfleger e.V. (VBR) an die verantwortlichen Politiker, durch Finanzmittel, vor allem im nächsten Jahr, zusätzliche Einstellungen zu ermöglichen, um die Folgen des Übergangs auf die „G8“ abzumildern. Der Personalbedarf ist gegeben und der  Freistaat würde damit auch seine Verantwortung für die jüngere Generation wahrnehmen.

Alleine bei dem Beruf des Rechtspflegers bei Gerichten und Staatsanwaltschaften, der Abitur und ein anschließendes Fachhochschulstudium voraussetzt, fehlen derzeit bayernweit 160 Stellen, so Landesvorsitzender Peter Hofmann. Da es sich bei dem Rechtspflegerberuf um ein interessantes und hochqualifiziertes Tätigkeitsfeld handelt, würde der Staat mit Einstellungen in dieser Zeit auch Vorsorge für künftige Jahre treffen, in denen viele Beamte in Pension gehen und es erwartungsgemäß schwieriger wird, ausreichend geeigneten Nachwuchs zu gewinnen.

Auch die beabsichtigte Absenkung der Eingangsbesoldung zeige sich in diesem Zusammenhang kontraproduktiv. Während es in der Wirtschaft boomt, schreckt der Staat Interessenten für den öffentlichen Dienst ab, so dass dieser für gute Absolventen zunehmend unattraktiv wird.

Hier wäre Denken in Zeiträumen notwendig, welche über eine Wahlperiode hinausgehen, so der Landesvorsitzende. Mit einer eigenen Eingabe zum Doppelhaushalt und durch Gespräche mit nahezu allen Fraktionen des Landtags sind die Forderungen des VBR auch bekannt.